Baumwolle

Materialkunde

Wir lieben Textilien von A bis Z:

Jeder moderne Mensch weiß, dass der Stoff für sein Baumwollhemd als natürlicher Rohstoff auf dem Feld wächst. Aber wissen Sie auch, wen die Wolle Ihres Kaschmir-Schals ursprünglich einmal gewärmt hat? Dies und andere Feinheiten um Material, Herkunft und Verarbeitung von Modestoffen erfahren Sie in unserer Materialkunde.

Wir wünschen Ihnen eine lehrreiche und spannende Lektüre!

 

Alpaka bezeichnet feine und glänzende Wolle.

Herkunft und Verarbeitung

Das Alpaka, eine Lamaart der südamerikanischen Anden, liefert diese Wolle, die in der Verarbeitung oft mit anderen Wollsorten gemischt wird.

Mode

Alpaka ist vielseitig und edel, beispielsweise in Verbindung mit Kamelhaar. Oberbekleidung sowie wärmende Decken oder sogar Teppiche werden häufig aus Alpaka hergestellt.

Sehr hohe Feinheit, Weichheit und Leichtigkeit zeichnen Angorawolle aus.

Herkunft

Die Haare des Angora-Kaninchens werden nach dem Kämmen oder Scheren verarbeitet.

Mode

Angora ist ein Stoff für hochwertige, leichte Maschen. Besonders in punkto Gesundheitswäsche (Angoraanteil 50%) oder Heilwäsche (Angoraanteil 70%) profitiert man vom Tragekomfort und Wärmerückhaltevermögen des Materials.

Baumwolle

 Informationen

Früher per Hand gepflückt und als Luxus-Importgut gehandelt, ist Baumwolle heute pflegeleichter Allerweltsstoff geworden.

Herkunft

Baumwolle ist eine strauchartige, tropische oder subtropische Malvenart, deren Pflanzenfrüchte Fasern enthalten. Reife Samenkapseln platzen auf und lassen watteähnliche Baumwolle frei. Nach dem Trocknen der Kapseln lassen sich die Fasern verspinnen.

Mode

Beliebt bei Casual Wear, Sportswear oder Wäsche, da Baumwolle strapazierfähig ist und heiß gewaschen werden kann.

Chiffon bezeichnet ein hauchzartes, transparentes Seiden- und Chemiefaserngewebe.

Herstellung

Chemisch, oft aus gekreppten oder anderen Garnen, die ein feinstrukturiertes Oberflächenbild hervorrufen.

Mode

Chiffon wird oft bei der Kreation von Abendroben oder zarten Schals verwendet.

Als Filz bezeichnet man einen nicht gewebten Stoff aus Wolle oder Tierhaaren.

Herstellung

Durch die Einwirkung von Wärme, Feuchtigkeit und Bewegung verhaken die einzelnen Schuppen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Walken. Das Gewebe wird dichter und kann zusätzlich verfestigt werden.

Trend

Während früher Filz fast nur für die Herstellung von Hüten oder Hausschuhen gebraucht wurde, kann man heute auch Filz-Taschen, -Westen oder weitere Modestücke erstehen.

Durch das Rauhen von Geweben wie Baumwolle, Wolle oder Viskose wird eine flauschige, weiche Oberfläche erzeugt - Flanell.

Herstellung

Strick- oder Wirkwaren werden so lange angerauht, bis ihre Maschenstruktur nicht mehr sichtbar ist.

Mode

Der Klassiker in Flanell ist sicher das weiche Baumwoll-Flanellhemd. Aber auch superfeine Microfasern werden gerauht, oftmals für Fleecebekleidung im Sport oder in der Freizeit.

Fleece ist eine leichte, stark angerauhte Faserpelz-Maschenware aus Chemiefaser (Polyester, Polyesterfaser) mit sehr guten Trage- und Pflegeeigenschaften.

Herstellung

Bei der Herstellung werden viele kleine Schlingen eingearbeitet, die anschließend mechanisch geöffnet werden. Dadurch entsteht - wie beim Teppich - ein Flor, der diesem Material die typisch pelzige Optik verleiht.

Mode

Fleece wird vor allem in der Sport- und Freizeitmode eingesetzt, wo es besonders auf Funktionalität und Tragekomfort ankommt. Fleece ist leicht, strapazierfähig, wärmeisolierend und wasserabweisend.

Gore-Tex®

 Informationen

Gore-Tex® und Sympatex® sind bekannte Vertreter der membranbeschichteten Textilien. Ihre Vorzüge: Sie sind winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv.

Herstellung

Eine Membran wird auf die Textilien geklebt, die wie eine dünne Folie Wasserdampf durchlässt und Wassertropfen aussperrt.

Mode

Entsprechend ihrer Eigenschaft als Wind- und Regenschutz werden Gore- und Sympatex® für Mäntel, Jacken oder Anoraks verwendet. Auch Segel-Markenbekleidung ist heute durchaus straßentauglich.

Kaschmir

 Informationen

Kaschmir bezeichnet eine Landschaft im nordwestlichen Himalaya - und eine sehr edle, weiche, wärmende Wolle.

Herkunft

Von der Kaschmir-Ziege stammen die Haare, aus denen oft exklusive Oberbekleidung oder Mäntel hergestellt werden. Auch das Kaschmir-Kamel liefert Haare, die jedoch meist für die Herstellung von Decken verwendet werden.

Mode

Wertvolle, überdimensionale Schals aus Kaschmir liegen voll im Trend.

Es gibt keinen Stoff, der so edel knittert wie reines Leinen.

Herstellung

Leinen ist ein textiles Erzeugnis aus Flachsfasern, einer 6000 Jahre alten Nutzpflanze. Jahrhundertelang war es Grund-Bekleidungsstoff für breite Bevölkerungsschichten, da Baumwolle unbekannt und Seide lediglich dem Adel vorbehalten war.

Mode

Gerade im Sommer ist Mode aus Leinen ein kühlender Evergreen. Oft werden Gemische mit Seide oder Baumwolle verwendet.

Von Anfang der 50er Jahre bis Juli 1976 lautete so die gültige Bezeichnung in Westdeutschland für künstlich hergestellte, endlose Fäden bzw. Endlosfasern.

Herstellung

Zunächst wurde Reyon aus Zellulose gewonnen. Heute wird es nur noch aus Chemiefasern hergestellt.

Samt bezeichnet ein Gewebe mit einem Flor von nicht mehr als 2-3 mm Höhe und gehört seit jeher zu den elegantesten Stoffen.

Herkunft

Unbekannt, aber Samt wurde bereits im 14. Jahrhundert in Italien als Seidensamt hergestellt, heute meist Baumwollsamt.

Mode

Der Stoff wird oft für Blazer oder Sakkos, aber auch für Röcke oder Abendroben verwandt. Besonders in dunkel leuchtenden Farbtönen ist Samt ein edler Dauerbrenner.

Vor 3000 Jahren beobachtete Kaiserin Lei Zu eine Seidenspinnerraupe bei der Verpuppung. Ihre Idee, die dünnen Fäden des Kokons abzuwickeln, bildete den Anfang einer blühenden Seidenkultur in China.

Herkunft

Seide ist als tierische Faser vom Maulbeerspinner eine natürliche Endlosfaser von bis zu 3000 m Länge. Die verpuppten Zucht-Larven werden abgetötet, und der Faden des Kokons wird zur Weiterverarbeitung aufgewickelt (Haspeln).

Mode

Seide ist eine ideale Faser. Sie knittert kaum und hat eine wunderbar glänzende Optik. Nahezu alle Kleidungsstücke - superedel oder sportlich - sehen in Seide wunderbar aus.

Sympatex®

 Informationen

Gore-Tex® und Sympatex® sind bekannte Vertreter der membranbeschichteten Textilien. Ihre Vorzüge: Sie sind winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv.

Herstellung

Eine Membran wird auf die Textilien geklebt, die wie eine dünne Folie Wasserdampf durchlässt und Wassertropfen aussperrt.

Mode

Entsprechend ihrer Eigenschaft als Wind- und Regenschutz werden Gore- und Sympatex® für Mäntel, Jacken oder Anoraks verwendet. Auch Segel-Markenbekleidung ist heute durchaus straßentauglich.

Was man früher nur als Pfannenbeschichtung oder aus der Raumfahrt kannte, hält heute erfolgreich Einzug in die Modewelt.

Herstellung

Stoffe werden mit Teflon beschichtet und somit reißfest sowie wasser- und schmutzabweisend gemacht.

Mode

Abgesehen vom sehr modernen Look machen Teflon-Stoffe alle Verrücktheiten ihrer Träger mit. Ideal für Casual oder Sportswear.

Velours bezeichnet ein Gewebe mit samtartiger Oberfläche. Bekannt ist auch das handschuhweiche Veloursleder.

Herstellung

Velours wird meistens durch das Abschneiden bzw. Scheren von Fasern an der Warenoberfläche erzeugt. Angewandt wird dieses Verfahren auch bei Nicki, Samt oder Plüsch.

Mode

Velours gibt es in zahlreichen Ausprägungen und Erscheinungsbildern. Beispielsweise kann man durch unterschiedliches Abschneiden der Fasern Strukturen an Materialoberflächen erzeugen.

Ausgangsbasis für alle Cellulosicsfasern - so auch für die Viskose - ist überwiegend Holz.

Herstellung

Das Ausgangsprodukt ist Zellulose, die durch chemische Veränderungen in Fasern überführt wird.

Mode

Viskose fällt leichter und glatter als Baumwolle und wird daher oft für fließende Oberbekleidung oder, weil sie recht pflegeleicht ist, für Wäsche genommen.


Schliessen x

Bitte f├╝llen Sie alle gekennzeichneten Pflichtfelder (*) aus.